UNTERTITEL & ÖGS: FREITAG IST barriereFREItag!

Am Eröffnungsabend und an allen gekennzeichneten Spieltagen von dotdotdot und dotdotdot 4plus ist das Programm barrierefrei für gehörlose Menschen: Filme mit deutschen Untertiteln (HoH), Filmgespräche mit Übersetzung in Gebärdensprache (ÖGS). Für die Teilnahme an Workshops stellen wir gerne Kommunikationsassistenz (ÖGS) zur Verfügung, ersuchen jedoch darum, dies bei der Anmeldung bekanntzugeben.

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KURZFILMFESTIVAL FÜR MENSCHEN AB 4 JAHREN

Großes Kino für kleine Leute und alle die Lust haben, gemeinsam ins Kino zu gehen: Zum dritten Mal bringt dotdotdot, das Filmfestival mit den drei Punkten, den ganzen Sommer lang internationale Kurzfilme für Menschen ab 4 Jahren auf die Leinwand. Besonders toll an kurzen Filmen: Bei einem einzigen Kinobesuch kann man gleich mehrere Filme auf einmal sehen.

Im Programm tummeln sich wieder viele lustige Tiere, die eines gemeinsam haben: Mit Mut, Grips und Witz bestehen sie verrückte Abenteuer und sorgen für ein fröhliches Miteinander, in dem es vor allem auf Teamgeist, Toleranz und Mut zum Anderssein ankommt. Mit dabei sind auch wieder die beiden getupften Hasen Prick und Fläck und das Mädchen Miriam und ihre pfiffige Henne, deren Neugier sie oft in brenzlige und witzige Situationen bringt.

Es knistert und wuselt nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im Kinosaal. Rund um die Filme bringen wir mit aufregendem Mitmachprogramm für Klein und Groß alles in Bewegung. Komm mit deinen jüngeren und älteren Geschwistern, deinen Eltern und Großeltern, deinen Freundinnen und Freunden ins Kino und stürz dich mit uns in abenteuerliche Festivalwochen!

Damit auch alle alles verstehen, werden fremdsprachige Filme Deutsch eingesprochen. Gemeinsam mit dem Verein kinderhände laden wir an einigen Festivaltagen gehörlose, schwerhörige und hörende Menschen ein, gemeinsam in die stille und expressive Welt der Gebärdensprache einzutauchen und mit den Händen sprechen zu lernen.

Alle, die schon älter als 7 Jahre sind und Lust haben, eigene Filme zu machen, laden wir auch heuer wieder zu einem tollen Trickfilm-Workshop mit der Künstlerin und Filmemacherin Ina Loitzl ein. Die entstandenen Filme feiern am nächsten Festivalnachmittag ihre Leinwand-Premiere.

Am Ende des Festivals wird auch heuer wieder der Publikumspreis an einen Film verliehen, der besonders begeistert hat. Nach den Filmscreenings verwandelt sich der Kinosaal in ein kunterbuntes Zeichenstudio, wo ihr die HeldInnen eurer persönlichen Lieblingsfilme aus dem Programm auf der Rückseite des Pocket Guides in gezeichneten Porträts und Filmszenen festgehalten könnt. Aus allen eingesendeten Zeichnungen wird der Publikumspreis ermittlelt. Und nicht nur das: Unter allen Einsenderinnen und Einsendern verlosen wir tolle Buch- und Spielepreise. Vielen Dank den PreisestifterInnen aus dem 8. Bezirk – GOOPYS und Lesewelt – für die großartige Unterstützung!

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EINE FORMEL FÜR DIVERSITÄT IM ÖSTERREICHISCHEN FILM?

Film ist ein starkes Medium, das Respekt, Toleranz, Neugier und Unvoreingenommenheit fördert – unter der Voraussetzung, dass sich Buntheit und Vielfalt unserer Gesellschaft auf der Leinwand abbilden und jene Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und in ihre Mitte geholt werden müssen, auch im Kino den Platz erhalten der ihnen zusteht. Wie ist es um gesellschaftliche Diversität im österreichischen Film bestellt? Wie kann sie wirksam werden? Wessen Geschichten werden erzählt? Wer sind die ProduzentInnen? Und wer ist am Prozess des Filmemachens beteiligt?

Anlässlich des Jubiläumsjahres blickt dotdotdot gemeinsam mit WegbegleiterInnen und Filmschaffenden aus Österreich zurück auf die vergangenen acht Jahre, in denen das Festival im 8. kurze Filme in den Fokus gerückt hat, die inhaltliche, formale und ästhetische Wagnisse eingehen, eingeschriebene Codes hinterfragen und den Möglichkeitsraum Film ausloten. In welchem Zusammenhang stehen gesellschaftliche und filmische Vielfalt? Welche Wechselwirkungen gibt es hier zwischen Kurzfilm und Kinoproduktion?

»Some exercise in complex seeing is needed«, wenn es darum geht einen differenzierten Blick zu entwickeln, wie Carola Dertnig festhält. Es braucht den Dialog. Und wenn die vergangenen Festivaljahre eines gezeigt haben, dann dass sich in lauen Sommernächten ganz vorzüglich Gespräche führen lassen. Gemeinsam mit zahlreichen Festivalgästen und allen FestivalteilnehmerInnen, die sich einbringen möchten, erheben wir einen Status quo der Diversität im österreichischen Film und diskutieren Fragen für die Zukunft. Am Ende stehen – wie könnte es anders sein – drei Punkte. Und vielleicht der optimistische Ausruf: Ich sehe keine Krise! Zumindest im Kino.

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»Wenn die ganze administrative Arbeit des Tages getan ist – spät in der Nacht oder früh am Morgen – und die Oberfläche geglättet ist, kann ich tief in mich hinabtauchen, in die Welt der Gedanken und Gefühle. Ich befinde mich dann in einem Zustand der Euphorie, wie in Trance, und wenn ich wieder auftauche, sind beide meine Hände mit Juwelen gefüllt. Dann kann ich Stunden damit verbringen meine Entdeckungen zu zeichnen und niederzuschreiben.« – Bady Minck

Endlich: Wien-Premiere für Bady Mincks neuesten Film! Doch was sind schon die paar Jahre des Wartens in 950 Millionen Jahre Weltgeschichte, durch die MAPPAMUNDI mit bestechendem Bild- und Sprachwitz in einer beschleunigten Stop-Motion-Zeitreise rast. dotdotdot widmet der in Luxemburg geborenen und zwischen ebendort und Wien pendelnden Künstlerin und Filmemacherin zum Kinostart von MAPPAMUNDI im Herbst 2017 die erste vollständige Retrospektive, die hierzulande zu sehen ist. Frisch digitalisiert erblicken die bisher nur auf 35mm verfügbaren Filme in zwei Kapiteln das Licht der Leinwand. In atemberaubenden Montagen und packenden Soundtracks geht die Reise durch surreale Welten an der Schnittstelle von Zivilisation und Wildnis, von Natur und Kultur, von Mensch und Tier.

> Biografie Bady Minck

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dotdotdot ist ein ausgesprochen neugieriges Filmfestival, das leidenschaftlich gerne Kurzfilm und andere Kunstgattungen zueinander in Beziehung setzt, die kurze Formate hervorbringen. Nach der Auseinandersetzung mit Lyrik (beyond words, 2015) und Tanz (dotdotdance, 2016) werden die interdisziplinären Untersuchungen heuer in Kollaboration mit dem World Festival of Animated Film Animafest Zagreb und ASIFA AUSTRIA an den Schnittstellen von Comic und Kurzfilm fortgesetzt.

SuperheldInnen, AntiheldInnen und AlltagsheldInnen tummeln sich in den Adaptionen erfolgreicher Graphic Novels wie noch zu entdeckender Geheimtipps. Die Affinität zum Animationsfilm ist evident. Die Tonart changiert zwischen brachialem Humor und lakonischem Kommentar auf die Absurditäten des Alltags, die Bildsprache zwischen abstrahierendem Schwarzweiß und optischer Überladenheit, das Verlangen zwischen einem Bedürfnis nach Selbstfindung und einem Hang zum Eskapismus. Stellt sich noch die Frage: Wer rettet hier wen? Und: Ist die Welt überhaupt noch zu retten?

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»Wir können kommen, wann immer wir wollen«, sagt František, denn er sei »ein Millionär der Zeit«. Man hört oft, Roma seien aus der Zeit gefallen, sie wüssten nicht was Zeit bedeute oder aber sie hätten alle Zeit der Welt. Er weiß von diesem Klischeebild und spielt damit. František ist einer jener Menschen, die die Fotografin Anja Schäfer und die Journalistin Elisabeth Putz in den südwestlichen Stadtteilen von Košice, Luník IX und Šaca, in der Ostslowakei porträtiert haben, in dem Versuch hinter eine Mauer aus Klischees zu blicken, an der lange und von vielen Seiten gearbeitet wurde.

Die Wanderausstellung MILLIONAIRES OF TIME … gastiert von 31.5. bis 24.9.2017 im Volkskundemuseum Wien. In Kooperation mit dem Dokumentarfilmfestival Ethnocineca und dem Filmfestival Transition, das den Fokus auf queere Minderheiten richtet, spinnen wir den Dialog zwischen Museum und dotdotdot auf der Leinwand fort und lassen Angehörige europäischer Roma Communities ihre Geschichten erzählen.

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Das Fahrrad, wie wir es heute kennen, mit Pedalen, Kette und Gangschaltung, war eine mehrstufige Erfindung. Sein Geburtstag: der 12. Juni 1817. An diesem Tag unternahm der deutsche Ingenieur Karl Drais mit seinem eben erfundenen Laufrad – er nannte es die Draisine – die erste »Ausfahrt« von Mannheim bis ins kleine Örtchen Schwetzingen. 200 Jahre später ist das Fahrrad aus keinem Lebensbereich wegzudenken und weit mehr als nur ein smartes Nahverkehrsmittel, je nach Vorliebe Fetischobjekt, Extremsportgerät, Repräsentanz einer politisch-ökonomischen Haltung, und Erkennungszeichen einer Community, die denkbar bunt zusammengewürfelt ist.

Fahrradfahren macht nicht nur fit sondern frei. »Das Bicycle hat zur Emanzipation der Frauen aus den höheren Gesellschaftsschichten mehr beigetragen als alle Bestrebungen der Frauenbewegung zusammengenommen«, so die österreichische Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Künstlerin Rosa Mayreder, Zeitzeugin der Fahrradbewegung Ende des 19. Jahrhunderts. Auch die Relativitätstheorie ist Albert Einstein angeblich beim Fahrradfahren eingefallen. dotdotdot gratuliert zum runden Geburtstag und radelt mit zwei cineastischen Fahrradtouren, die den 8. mit Live-Animationen und einem fahrradtauglichen Filmprogramm auch über die Leinwand hinaus zum Leuchten bringen, in die Zielgerade des Festivals.

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