27.7.2018
21:00
FILM

TRICKY WOMEN: EVERY BODY BEAUTIFUL

MOMS ON FIRE © Joanna Rytel
Filmstill: MOMS ON FIRE © Joanna Rytel


Zu hübsch um ernst genommen zu werden, zu blond um gescheit zu sein, zu stark geschminkt, zu unweiblich, zu dick, zu dünn, zu dunkelhäutig, um eine Meinung zu äußern: Body Shaming im Internet, in sozialen Medien und im Alltag richtet sich vorwiegend gegen Mädchen und Frauen*, deren Aussehen und Körper unabhängig vom Kontext thematisiert werden. Seit 2001 widmet sich Tricky Women dem internationalen Animationsfilmschaffen von Frauen*, und was sich hier tut, kann in aller Plastizität so herrlich viel zur Body-Positivity-Bewegung beitragen: Frauen*, ihre vielfältigen Körper und ihr Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen, feiern, Alltagssexismen und Hatern eine klare Absage erteilen. Zelebrieren wir: Dehnungsstreifen, Schweiß und Schambehaarung!

Filmlänge 59 min Filmgespräch Élodie Dermange (INTIMITY) • Calí dos Anjos (TAILOR) • Renata Gąsiorowska (PUSSY) • Waltraud Grausgruber & Birgitt Wagner (Tricky Women) Moderation Katharina Müller Übersetzung Martina Kichler (ÖGS) • Irina Höll (DE/EN) Barrierefrei Moderation mit Übersetzung in Gebärdensprache (ÖGS) • Filme mit deutschen Untertiteln (HoH)

ZU ZAHM!

Rebecca Blöcher • Deutschland 2017 • 7 min • OmdU

Sieben in Schubladen gesteckte ProtagonistInnen sind in ihren Klischees und ihrem immer wiederkehrenden Alltag gefangen. Ihre Individualität ist nur eine scheinbare, denn allzu leicht lassen sie sich ihre Selbstbestimmtheit rauben – selbst wenn das Leben auf dem Spiel steht. Doch die Show muss weitergehen und der Rubel rollt. Applaus! (KURZSUECHTIG)


zeichenundflunder.de

Drehbuch Rebecca Blöcher Schnitt Stefan Urlaß Musik Christian Goretzky Produktion Balance Film & Ralf Kukula
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MING

Danski Tang • USA 2017 • 3 min • OmdU

Eine Chinesin beschreibt ihre Arbeit als Aktmodell in Kanada: »In China sagten sie mir, ich bin zu dick – hier wird mein Körper als skulptural bezeichnet.«


Sprecherin Venice Yang Drehbuch Ming Huang Musik Miller Wrenn Hochschule CalArts California Institute of the Arts
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PUSSY

Renata Gąsiorowska • Polen 2016 • 8:30 min • OmdU

Eine junge Frau, ein freier Abend allein zu Haus: Einer sinnlichen »Solo-Session« mit allem Drum und Dran scheint nichts im Wege zu stehen. Doch Cipka (polnisch für pussy) scheint ein Eigenleben zu führen – die Situation gerät außer Kontrolle … Ein rasanter und eigenwilliger, in Teilen von Altmeister Norman McLaren inspirierter Animationsfilm. (Internationales Frauenfilmfestival Dortmund|Köln)

CIPKA wurde auf internationalen Filmfestivals mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, bei Tricky Women 2017 u.a. mit dem Publikumspreis.


Originaltitel CIPKA Drehbuch Renata Gąsiorowska Animation Renata Gąsiorowska Ton Ewa Bogusz Musik Volodymyr Antoniv Produktion Agata Golańska Hochschule Filmhochschule Łódź (PWSFTviT)
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MUSSELS

Simji Park • Großbritannien 2017 • 5:30 min • OmdU

Ein kleines Mädchen beobachtet die Entfremdung zwischen ihren Eltern. Eine Erzählung über Abhängigkeit, Begehren und Zurückweisung – und einen Topf voll Muscheln.

Hochschule Royal College of Art London
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MOMS ON FIRE

Joanna Rytel • Schweden 2016 • 13 min • OmdU

Zwei Frauen sitzen auf dem Sofa und kratzen ihre schwangeren Bäuche. Es sind noch vier Tage bis zur Geburt. Die Situation ist weder schönzureden noch auszuhalten. Sie ist einfach unerträglich. Masturbieren geht nicht, weil man nicht an die Klitoris kommt, der Boyfriend ist abwesend und sowieso boring. Der einzige Vorteil eines weiteren Kindes besteht darin, nicht mehr mit dem ersten Kind spielen zu müssen. Die Künstlerin und Filmemacherin Joanna Rytel zeigt eine Knet-Animation, in der in aller Direktheit Fragen gestellt und Situationen geschildert werden, über die oft geschwiegen wird. (Berlinale)


Drehbuch Joanna Rytel Animation Tim Maarse & Mikael Lindbom Schnitt Alberto Herskovits Sound Design Hugo Lundgren Musik Sara Lundén Produktion Ami Ekström & Alberto Herskovits
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STREETCAR NAMED PERSPIRE

Joanna Priestley • USA 2007 • 6:30 min • OmdU

Wie kaum eine zweiten Filmemacherin versteht es Joanna Priestley unterschiedliche Lebensabschnitte von Frauen ironisch in Szene zu setzen. STREETCAR NAMED PERSPIRE handelt von der Achterbahnfahrt durch eine der großen Übergangszeiten des Lebens, voll Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und vorübergehender Verwirrtheit. (Tricky Women)

www.joannapriestley.com

Sprecherin Victoria Parker Drehbuch Joanna Priestley Animation Joanna Priestley Schnitt Michael Corrigan & Joanna Priestley Musik John Smith Produktion Joanna Priestley
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INTIMITY

Élodie Dermange • Schweiz 2017 • 5 min • OmdU

Unter der Dusche kommt eine junge Frau ins Reden. Wenn sie die Kleidung auf die Fliesen wirft, die Seife nimmt und das Wasser aus den langen, roten Haaren drückt, lässt sie an ihrer Transformation teilhaben. Was schüchtern begann, ist zu einer Leidenschaft geworden. Und auch die Bilder spreizen sich kaleidoskopartig auf. (Carolin Weidner)

Drehbuch Élodie Dermange Animation Élodie Dermange Schnitt Zoltán Horváth & Élodie Dermange Sound Design Jérôme Vittoz Musik Fatima Dunn Produktion Nicolas Burlet
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TAILOR

Calí dos Anjos • Brasilien 2017 • 10 min • OmdU

»Als ich niedergeschlagen war, begann ich damit, Comics zu zeichnen. Viele Leute sagten mir, dass sie ihnen sehr geholfen haben, dabei, sich selbst zu finden.« Tailor aus Rio de Janeiro ist transsexuell. In seinen animierten Bilderwelten berichtet er von eigenen Problemen und Erlebnissen und lässt auch Miro, Tertuliana und Bernardo zu Wort und Bild kommen. Eine wilde, spielerische, witzige, ernste, poetische Comic-, Dokumentar- und Erfahrungsmischung mit, über und von Transgender-Personen. (Frederik Lang)


www.facebook.com/tailorfilme

Drehbuch Debora Guimarães & Calí dos Anjos Animation Raissa Laban Kamera Bia Marques Schnitt Vinícius Nascimento Sound Design Gustavo Ruggeri Musik Natalia Carrera Produktion Bia Medeiros
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