Sa 8.8.
21:30
FILM

DISASTER MOVIES, REQUIEMS AND REMIXES • TEXTFILM MADE IN AUSTRIA

Ein Katastrophenfilm mit Prinzessin, Strategien der Wirtsfindung und ein Suppenrezept mit politischer Sprengkraft: Es brodelt im Topf, wenn die heimische Szene die Durchlässigkeit des Genres Poesiefilm unter Beweis stellt. Seit 2012 widmet sich das ART VISUALS & POETRY Filmfestival unter der Leitung von Sigrun Höllrigl der visualisierten Literatur. Für die jüngste Festivalausgabe wurde Georg Trakls KASPAR HAUSER LIED international zum Remix ausgeschrieben. Im Programm zu sehen sind die sechs spannendsten Adaptionen dieses Sozialdramas von beunruhigender Zeitlosigkeit und düsterem Ausgang.

Filmlänge 62 min
Filmgespräch Sigrun Höllrigl und Hubert Sielecki (ART VISUALS & POETRY Filmfestival) • Marc Neys (KASPAR HAUSER LIED, Regie) • Sophie Reyer (MÄRCHEN, Regie)
Moderation Dietmar Schwärzler

SCHWARZWEISS

Jörg Piringer • Österreich 2014 • 1:40 min • dOF

SCHWARZWEISS ist ein Gedicht über Wissen und Sprache, über Schwarz und Weiß. Jörg Piringers Darstellungen lyrischer Texte werden von optischen Überlagerungen, Lichteffekten oder starken Schwarz-Weiß-Kontrasten geprägt, wodurch die Sprache und ihre Zeichen selbst zu Darstellern werden.

joerg.piringer.net

Konzept Jörg Piringer Literaturvorlage Jörg Piringer Produktion Jörg Piringer
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STRATEGIEN DER WIRTSFINDUNG

Brigitta Falkner • Österreich 2013 • 5 min • dOF

Transformationsprozesse werden in STRATEGIEN DER WIRTSFINDUNG am Beispiel parasitärer Systeme dargestellt. In jedem Behältnis wartet eine potentielle Metamorphose. Was in das Versteck hineinkriecht, kann dieses in einer anderen Gestalt verlassen. Gegenstand dieser aus wechselnden Perspektiven, Blick- und Schlupfwinkeln erfolgten filmischen Annäherung sind die komplexen Interaktionen zwischen Wirt, Parasit und Vektor. Und so schließt dieses atmosphärische, ob seiner Verbindung von Poesie, Art Visuals und Wissenschaft mutige kleine Filmgedicht mit dem großen Hinweis auf den immerwährenden Lauf der Dinge. STRATEGIEN DER WIRTSFINDUNG wurde auf dem ART VISUALS & POETRY Filmfestival 2014 mit dem Preis für den besten Film des Österreich-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Sprecherin Brigitta Falkner Literaturvorlage Brigitta Falkner Animation Brigitta Falkner Ton Brigitta Falkner
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MEIN KIND

Max Oravin • Österreich 2013 • 6:30 min • OmeU

Eine Meditation über Kindheit und wie sie besser nicht sein sollte. Jenseits erprobter Genres vertont und bebildert Max Oravin seine hypnotischen Wortströme und geschliffenen Textminiaturen. In Oravins alchemischem Labor verwandeln sich Wörter in sprachlose Musik. Das kann zuweilen verstörend sein.

oravin.tumblr.com

Sprecher Max Oravin Literaturvorlage Max Oravin Sound Design Max Oravin Produktion Max Oravin
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MÄRCHEN

Sophie Reyer • Österreich 2014 • 6 min • dOF

Sophie Reyer liest und spielt Auszüge aus ihrem Lyrikband DIE GEZIRPTE ZEIT (Verlag Berger 2013).

sophiereyer.com

Schauspiel Sophie Reyer & Ronald Kodritsch Sprecherin Sophie Reyer Idee Jack Bauer, Ronald Kodritsch & Sophie Reyer Literaturvorlage Sophie Reyer Schnitt Sophie Reyer
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LIED

Anna Vidyaykina • Österreich 2012 • 3:30 min • dOF

Adaption des Hohelieds in einer Serie animierter Sequenzen. Mit Kaffeepulver auf einem Leuchttisch malt Anna Vidyaykina in ihrem ersten Animationsfilm eine lyrische Skizze über eine zufällige Begegnung zweier Menschen, und wie sich dadurch etwas in ihnen verändert.

vidyaykina.com

Sprecherin Anna Vidyaykina Konzept Anna Vidyaykina Animation Anna Vidyaykina Hochschule Universität für angewandte Kunst Wien
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DIE OSTFRONTSUPPEN

Rüdiger Rohde • Österreich 2011 • 7 min • dOF

Die etwas andere Kochshow: In mehreren Schritten wird erklärt, wie man für den westlichen Gast gehalt- und geschmackvolle Propaganda anrührt.

Schauspiel Stefanie Heissenberger & Almuth Heger Sprecher Rüdiger Rohde Literaturvorlage Rüdiger Rohde Kamera Karin Neumüller Ton Stephan Wagner Musik Gunnar Rieckmann Produktion BOLLWERKFILME & Rüdiger Rohde
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PRINCESS DISASTER MOVIE

Xenia Ostrovskaya • Österreich 2014 • 3:30 min • OmdU

Es war einmal eine Prinzessin, die auf eine Qualle trat, einen grünen Stein im Wasser fand und dann von einem Hai gefressen wurde. Dieses Ereignis verursacht einen Atomkrieg, ein Artenaussterben, eine Genmutation und – in Folge einer Atomexplosion – einen Turmsturz. PRINCESS DISASTER MOVIE ist ein gezeichneter Katastrophenfilm und ein Musikvideo zu einem Lied von Xenia Ostrovskaya`s Band Princesse Angine. Das Älterwerden im Lied und die Ereignisse im Film entwickeln sich parallel und stellen einen Teufelskreis dar, der dem Lebenskreislauf gleicht.

xeniaostrovskaya.com

Animation Xenia Ostrovskaya Musik Princesse Angine Hochschule Universität für angewandte Kunst Wien
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KASPAR HAUSER LIED

Jutta Pryor • Australien 2014 • 5 min • dOF

Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014.

Sprecher Christian Reiner Konzept Jutta Pryor Übersetzung Alexander Stillmark Literaturvorlage Georg Trakl Kamera Jutta Pryor Produktion Jutta Pryor
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KHL

Timon Mikocki • Österreich 2014 • 4:30 min • dOF

Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014.

Sprecher Christian Reiner Konzept Timon Mikocki Übersetzung Alexander Stillmark Literaturvorlage Georg Trakl Schnitt Timon Mikocki Musik B. Hill Produktion Timon Mikocki
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KASPAR HAUSER LIED

Alfred Marseille & Jos den Brok • Niederlande 2014 • 4:30 min • dOF

Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014. In seiner graphisch-abstrakten Form bietet Jos den Broks und Alfred Marseilles Beitrag ein phantasievolles Arrangement und eine beeindruckende Kombination aus gezeichneter Grafik und bewegter Bildsequenzen zu dem Text. Zusammen mit der eigens komponierten Musik überzeugte der Film die Jury des Wettbewerbs und wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

www.josdenbrok.com

Sprecherin Christian Reiner Übersetzung Alexander Stillmark Literaturvorlage Georg Trakl Animation Jos den Brok Sound Design Alfred Marseille Produktion Alfred Marseille & Jos den Brok
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WHAT DO YOU LIVE FOR V.2

GRAF+ZYX • Österreich 2014 • 6:30 min • dOF

Adaption des Gedichts KASPAR HAUSER LIED von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – der Wiener Künstlergruppe GRAF+ZYX für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014.

grafzyx.at

Sprecher Christian Reiner Konzept GRAF+ZYX Übersetzung Alexander Stillmark Literaturvorlage Georg Trakl Animation GRAF+ZYX Produktion GRAF+ZYX
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KASPAR HAUSER LIED

Swoon • Belgien 2014 • 4:15 min • OmeU

„Ich wollte alles außer scharfe Bilder … ein verwaschenes Gefühl, grüne und braune Farben … Ich wollte, dass die bearbeiteten Teile ein Gefühl von Reise oder Bewegung projizieren, über eine Periode von Zeit und Jahreszeit. Vom Land in die Stadt und vom Frühling in den Herbst.“ (Marc Neys)

Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014.

swoon-videopoetry.com

Sprecher Christian Reiner Konzept Swoon Übersetzung Alexander Stillmark Literaturvorlage Georg Trakl Kamera Lauren Lightbody & Series Negras Schnitt Swoon Produktion Swoon
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KASPAR HAUSER LIED

Susanne Wiegner • Deutschland 2014 • 3 min • dOF

Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014. Die Visualisierung des Gedichts basiert auf der Inschrift auf Kaspar Hausers Grabstein: „Hier liegt Kaspar Hauser, Rätsel seiner Zeit. Seine Geburt war unbekannt, sein Tod mysteriös.“ Ausgehend von den Buchstaben entsteht eine abstrakte Reise aus der Natur in die graduell dünkler werdende Zivilisation. Das verwirrende Labyrinth entpuppt sich schlussendlich als sein Grabstein.

www.susannewiegner.de

Sprecher Christian Reiner Konzept Susanne Wiegner Übersetzung Alexander Stillmark Literaturvorlage Georg Trakl Animation Susanne Wiegner
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REQUIEM AUF GEORG TRAKL

Sigrun Höllrigl & Swoon • Österreich 2014 • 5:30 min • dOF

REQUIEM AUF GEORG TRAKL ist ein politischer Text. Die Todesmetaphern Trakls werden als Visionen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs interpretiert. Der Film handelt vom Poeten als Visionär und Außenseiter der Gesellschaft. Der Künstler bleibt alleine, weil er einen anderen Blick auf die Realität hat, beziehungsweise in eine andere Realität sieht.

sigrunhoellrigl.net

Sprecherin Sigrun Höllrigl Konzept Swoon Literaturvorlage Sigrun Höllrigl Kamera Swoon Schnitt Swoon Musik Swoon Produktion Swoon
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