Fr 7.4.2017
19:00
FILM

KURZFILMPROGRAMM: DANCE LIKE NOBODY’S WATCHING!

Vor 120 Jahren bannte Thomas Edison den ersten Pas de deux zwischen einer Tänzerin und der Kamera auf Zellulouid. Seitdem waren Tanz und Bewegung kontinuierliche Inspiration für FilmemacherInnen, während die Kamera zur kreativen Kollaborateurin für ChoreografInnen avancierte. Der Programmschwerpunkt dotdotdance feierte in der vergangenen Festivalsaison von dotdotdot diese leidenschaftliche Liaison. Tanz sprengt alle Barrieren – Gender, Herkunft, Sprache, individuelle Fähigkeiten –, macht frei, macht gute Laune. Noch einmal bringen wir die Bilder auf der Leinwand zum Tanzen, bis die letzte Zehe im Kinosaal im Festivaltakt wippt. – Eine Veranstaltung für gehörlose, schwerhörige und hörende Menschen im Rahmen des BEST OF barriereFREItag 2017 von dotdotdot, equalizent und Filmarchiv Austria im METRO Kinokulturhaus. > INFOS & TICKETS

Filmlänge 55 min Filmgespräch Jannis Lenz (SCHWERELOS) Moderation Lisa Mai Barrierefrei Induktive Höranlage • Moderation und Filmgespräch mit Übersetzung in ÖGS • Filme mit deutschen Untertiteln (HoH) • Rollstuhlplätze verfügbar (Reservierung empfohlen!)

DANCE LIKE NOBODY’S WATCHING – LAUNDROMAT

Angela Trimbur • USA 2011 • 2:20 min • OmdU

In einem Waschsalon in Echo Park, Kalifornien, entstand die erste Episode einer losen Reihe von Tanzvideos: Unter den verwunderten Blicken der umstehenden Menschen tanzt die Schauspielerin Angela Trimbur ausgelassen zu I’M GOOD, I’M GONE von Lykke Li – Musik, die nur sie hören kann. »I just went through a bum of a breakup. I’ve been mega sad. This title caught my eye as I scrolled through – it’s fitting!« Für die feministische Online-Plattform HelloGiggles wurden von Angela Trimbur in der Folge weitere öffentliche Orte betanzt, u.a. ein Flughafen und ein Einkaufszentrum. »Her swanky moves and free-spirit personality are bound to get feet tapping and bring smiles to faces across the Internets.« (The Huffington Post)

Konzept Angela Trimbur Kamera Angela Trimbur Schnitt Angela Trimbur Musik Lykke Li Produktion Angela Trimbur
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ATTWENGER: OIDA

Jessica Hausner • Österreich 2015 • 3 min • OmdU

Dass in Jessica Hausners Filmen gerne getanzt wird, weiß man nicht erst seit LOURDES oder AMOUR FOU. Auch in ihrem Musikvideo zur Attwenger-Single OIDA aus dem Album SPOT lässt sie dieser Vorliebe freien Lauf. Eine höchst vergnügliche, dreiminütige Miniatur, in der sich vor tristem Hintergrund ein Feuerwerk ausgelassener Körperbewegung entzündet. Anschauen, Oida! (Stadtkino Verleih)

www.coop99.at

Mitwirkende P. E. Finzi Konzept Jessica Hausner Kamera Jessica Hausner Schnitt Jessica Hausner Musik Attwenger Produktion coop99
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SCHWERELOS

Jannis Lenz • Österreich 2015 • 10 min • dOF

»Ich bin ein Stadtkind, geboren im Smog.« Leise und mit sehr viel Poesie erobert eine Gruppe junger Wiener Parcours-KünstlerInnen den urbanen Raum ihrer Heimatstadt zurück. Immer im Hinblick auf die Frage: Wem gehört die Stadt? Begleitet werden sie dabei von den sanften Tönen der Poetry Slammerin Fatima Moumouni. Die Gruppe bewegt sich zielstrebig und zeigt ihre Form der politischen Kunst im öffentlichen Raum. Diese Intervention verfolgt ein klares Ziel und ist in ihrer Konsequenz und Sanftheit eine der notwendigsten Aktionen im Wohnzimmer der Stadt. (Jan Sebening, DOK.fest München)

Jannis Lenz kam über die Bewegungskunstform Parcours zum Filmemachen und schließlich an die Filmakademie Wien. SCHWERELOS ist seine Hommage an die Traceusen und Traceure Wiens, deren Linien er drei Jahre lang durch die Stadt folgte.

Mitwirkende Fatima Moumouni Konzept Jannis Lenz Kamera Carolina Steinbrecher Schnitt Jannis Lenz Sound Design Rudolf Pototschnig Produktion Jannis Lenz Hochschule Filmakademie Wien
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THIS CHAIR IS NOT ME

Andy Taylor Smith • Großbritannien 2011 • 10 min • OmdU

Alans Körper ist von Cerebralparese gelähmt. Dass er einmal tanzen wird, glaubt er selbst zuletzt. Doch es ist notwendig sich aus der Isolation zu befreien und zu emanzipieren – vom Zuhause, vom Vater, vom Rollstuhl. Ein Sprachcomputer ermöglicht den entscheidenen Schritt. Heute lebt Alan in London und arbeitet als Tanztrainer. Den Akt der Selbstermächtigung lässt Andy Taylor Smith auf einfühlsame Weise als gespielter Dokumentarfilm Revue passieren.

www.andytaylorsmith.com

Schauspiel Andre Mahjouri, Susan Stanley & Lydia Thacker Sprecher Alan Martin Konzept Andy Taylor Smith Kamera Andy Taylor Smith Schnitt Jonathan Stenton Sound Design Grant Bridgeman Musik Samuel Karl Bohn Produktion Anthem Films, Tina Pawlik & Blair Barnette
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APPROACHING THE PUDDLE

Sebastian Gimmel • Deutschland 2014 • 8:30 min • OmdU

Eine junge Frau, offenbar auf Regenwetter eingestellt, erkundet einen leeren Parkplatz. Zwischen Pfützen entwickelt sie einen spielerischen Tanz. Ihre abrupt wirkenden Bewegungen werden dabei zunehmend rhythmischer, bis sie in eine Fantasiewelt driftet, an einen magischen Ort, an dem ihre Gummistiefel zum Leben erwachen.

www.approachingthepuddle.de

Mitwirkende Homai Toyoda Kamera Claire Jahn Schnitt Sebastian Gimmel Ton Tobias Hartmann Sound Design Jacob Economou & Navid Razavi Produktion Christof Groos & Petra Clemens Hochschule KHM
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THE SENSE OF TOUCH

Jean-Charles Mbotti Malolo • Frankreich/Schweiz 2014 • 14:30 min • OmdU

Chloé und Louis sind gehörlos. Seit langem sind sie heimlich ineinander verliebt, können sich dies aber nicht eingestehen. So tanzen sie; jedes Wort wird zum Ausdruck ihrer Choreographie zum Soundtrack der französischen Sängerin Camille. Als es endlich zum ersten Rendezvous kommt, gipfeln Chloés Katzenliebe und Louis‘ Katzenallergie in einem kritischen Moment.

cargocollective.com/lesensdutoucher

Originaltitel LE SENSE DU TOUCHER Drehbuch Jean-Charles Mbotti Malolo Animation Jean-Charles Mbotti Malolo, Guillaume Lorin & Suzanne Seidel Kamera Jean-Charles Mbotti Malolo Schnitt Jean-Charles Mbotti Malolo Sound Design Loïc Burkhardt & Loïc Moniotte Musik Camille Produktion Folimage, Nadasdy Film, Corinne Destombes & Nicolas Burlet
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ARCADE FIRE: WE EXIST

David Wilson • USA 2014 • 6:20 min • OmdU

Andrew Garfield – hierzulande vor allem bekannt durch seine Darstellung des Titelhelden der SPIDER-MAN-Verfilmungen – schlüpft für die kanadische Indie-Rockband Arcade Fire aus dem rot-blauen Trikot und liefert eine beeindruckende Performance als junger Mann, der gerne als Frau wahrgenommen werden möchte. In der Single WE EXIST aus dem Doppelalbum REFLEKTOR outet er sich gegenüber seinem Vater. Im Video wagt er sich in Bluse und Perücke in eine Bar in einer amerikanischen Kleinstadt und wird dort von einer Biker Gang angegriffen. Eine Traumsequenz beginnt, die Rednecks tanzen plötzlich bauchfrei durch das Lokal und weisen dem jungen Mann den Weg zu einem Arcade-Fire-Konzert, wo dieser frenetisch gefeiert wird. Die eigentlichen Täter bleiben jedoch ungestraft.

Schauspiel Andrew Garfield, Preston Acuff, Gregoer Boru, Jacob Peacock & Steven Vulin Kamera Larkin Seiple Schnitt Thomas Grove Carter Musik Arcade Fire Produktion Sue Yeon Ahn & Jason Baum
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